News: Sonderausstellung "Rotstift. Medienmacht, Zensur und Öffentlichkeit in der DDR"

"Rotstift. Medienmacht, Zensur und Öffentlichkeit in der DDR" lautet der Titel der Sonderausstellung, die ab dem 15. Dezember 2016 im Grenzlandmuseum Eichsfeld zu sehen ist.

Die Ausstellung des Archivs Bürgerbewegung Leipzig zeigt anschaulich, mit welcher Akribie die SED-Diktatur den Menschen in der DDR wesentliche Informationen vorenthielt und damit den Rotstift im Sinne ihrer ideologischen Wahrheit ansetzte. Mit ihrer Zensur versteckte die SED große Teile der Wirklichkeit und wirkte damit gesellschafts- und freiheitsfeindlich.

Im Laufe der 40-jährigen Geschichte der DDR stieß die Reformunwilligkeit der SED  auch im Medienbereich zunehmend auf Unverständnis großer Teile der Bevölkerung: die Forderung nach Presse- und Meinungsfreiheit wurde während der Herbstdemonstrationen 1989 eines der wichtigsten Anliegen der Menschen auf der Straße.

In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen präsentiert das Grenzlandmuseum Eichsfeld die Wanderausstellung "Rotstift. Medienmacht, Zensur und Öffentlichkeit in der DDR" des Archivs Bürgerbewegung Leipzig e.V. vom 15. Dezember 2016 bis zum 25. März 2017. Die Eröffnung findet am 15.12.2016 um 17:00 Uhr statt. Nach einem Einstiegsvortrag des Kurators, Andreas Peter Pausch vom Archiv Bürgerbewegung Leipzig, wird Herr Pausch durch die Ausstellung führen.

Im Rahmenprogramm zu der Ausstellung laden die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen und das Grenzlandmuseum Eichsfeld am 23. Februar 2017 um 19:00 Uhr herzlich zu einer Lesung mit der Autorin des Buches „Schwarzhörer, Schwarzseher und heimliche Leser: Die DDR und die Westmedien“, Dr. Franziska Kuschel vom Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam, ein.

 Herzlich laden wir Sie zu diesen Veranstaltungen ein.

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