Veranstaltungen 2018 - erstes Halbjahr

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„Tag der offenen Tür“ im Grenzlandmuseum Eichsfeld
Erinnerung an die Eröffnung des Grenzübergangs Duderstadt-Worbis vor 45 Jahren 

Am 21. Juni 1973 um Mitternacht sprang die Ampel an der neu errichteten Grenzkontrollstelle zwischen den Dörfern Gerblingerode und Teistungen von Rot auf Grün. Tausende Menschen aus der Umgebung von Duderstadt waren gekommen, um die Eröffnung des Grenzübergangs Duderstadt-Worbis mitzuerleben.

Nach der Abriegelung der 1.400 km langen innerdeutschen Grenze im Jahr 1952, entstanden erst Anfang der 1970er Jahre kleinere Grenzübergänge in Regionen, die besonders stark unter der deutschen Teilung litten. Einer davon war der Grenzübergang Duderstadt-Worbis, den insgesamt rund 6 Millionen Menschen nutzten, um Freunde und Familie besuchen zu können.

An die Bedeutung des Grenzübergangs für die gesamte Region erinnert das Grenzlandmuseum Eichsfeld mit einem „Tag der offenen Tür“ am 24. Juni 2018.

In der Bildungsstätte am Grenzlandmuseum Eichsfeld finden Vorträge und Zeitzeugengespräche statt. Diese sollen über die Bedeutung des Grenzübergangs für die Region diskutieren und individuelle Erfahrungen von Reisenden und Betroffenen vorstellen.

Die Menschen in der Region sind an diesem Tag eingeladen, ihre Geschichten mitzubringen und den Mitarbeitern des Museums zu erzählen. Eingeladen wird auch, die vielfältigen Angebote des Tages zu nutzen, um den Kindern und Enkeln, welche die Zeit der deutschen Teilung nicht erlebt haben, einen Eindruck von den damaligen Ereignissen zu geben.

Dazu sind auf dem Gelände des Grenzübergangs zwei historische Busse aus Ost und West zu sehen. Sie werden vom PS-Speicher in Einbeck bereitgestellt. Für Kinder gibt es ein Kinderprogramm mit Kino, einem Quiz und Spezialführungen.

Das Grenzlandmuseum Eichsfeld möchte den Tag auch nutzen, um aktuelle Projekte und ausgewählte Museumsbereiche vorzustellen: Studierende der Universität Erfurt berichten von dem Forschungsprojekt „Der Grenzübergang Duderstadt-Worbis im Blick des MfS“ und stellen die ersten Ergebnisse vor, Mitarbeiter aus dem Archiv präsentieren historisches Filmmaterial und die Bibliothekarin gibt Auskunft zum Bibliotheksbestand des Grenzlandmuseums. 

Das Programm zum „Tag der offenen Tür“ am 24. Juni 2018 im Überblick

Vorträge und Zeitzeugengespräche in der Bildungsstätte am Grenzlandmuseum Eichsfeld

11:00 Uhr:       Eröffnungspodium „Erinnerungen an den Kleinen Grenzverkehr“

12:30 Uhr:       Forschungsprojekt „Der Grenzübergang Duderstadt-Worbis im Blick der Stasi“

13:30 Uhr:       Zeitzeugengespräch „Eine gescheiterte Flucht am Grenzübergang“ und Ausstellungseröffnung

15:00 Uhr:       Podiumsgespräch zur Bedeutung des Grenzübergangs für die geteilte Region

16:30 Uhr:       Forschungsprojekt „Der Grenzübergang Duderstadt-Worbis im Blick der Stasi“

Ganztägige Angebote
- stündlich öffentliche Führungen im Museum und über das Gelände
- Präsentation historischer Reisebusse aus Ost und West durch den PS-Speicher in Einbeck
- Zeitzeugen- und Postkartenstationen: „Erzählen Sie Ihre Geschichte!“
- Einblicke in die Archivarbeit – Präsentation von historischem Filmmaterial
- Vorstellung der Bibliotheksbestände
- Info-Stände der Mitglieder des Netzwerks „Zeitgeschichte im Zentrum“ – Museum FRIEDLAND, KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, KZ-Gedenkstätte Moringen und der Heinz Sielmann Stiftung
- Kinderprogramm und Kinderführungen
- freier Eintritt