Veranstaltungen 2019 - 1. Halbjahr

Alle Veranstaltungen des ersten Halbjahres 2019 finden Sie hier kompakt zum Herunterladen.



Vergangene Veranstaltungen:


Kranzniederlegung und Buchvorstellung

Das Grenzlandmuseum Eichsfeld lädt am 17. Juni 2019, dem Thüringer Gedenktag für die Opfer des SED-Unrecht, zur Kranzniederlegung am Mahnmal für die Opfer der deutschen Teilung ein.

Im Anschluss stellen gegen 17:30 Uhr Dr. Hanna Labrenz-Weiß (BStU) und Joachim Heise (Gegen Vergessen für Demokratie e.V. Nordhausen) in der Bildungsstätte ihr Buch „Stasi in Nordhausen“ vor.

Die Studie wirft ein Schlaglicht auf die Vorgehensweise der Staatssicherheit bei der Bespitzelung und Repression gegen die Bevölkerung auch in anderen (grenznahen) Kreisen der DDR.

Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.

26.05.2019: Geführte Gedenkwanderung

Am 26. Mai 1952 begann die DDR mit der Abriegelung der 1.400 km langen innerdeutschen Grenze. Das Grenzlandmuseum Eichsfeld und die Heinz Sielmann Stiftung erinnern mit einer besonderen Gedenkwanderung und Zeitzeugengesprächen an dieses Ereignis.

Auf der geführten Wanderung treffen die Teilnehmer auf Zeitzeugen, die die deutsch-deutsche Teilung und deren Folgen unmittelbar erlebt haben. Bernd Leinemann und Hubert Zornhagen werden über ihre Erfahrungen berichten. 1971 sind die beiden gebürtigen Ecklingeröder im Alter von 19 bzw. 20 Jahren über die Grenzanlagen geflüchtet. Darüber hinaus erfahren die Teilnehmer Interessantes über Flora und Fauna am „Grünen Band“ und warum Heinz Sielmann dort 1988 seinen bekannten Film „Tiere im Schatten der Grenze“ gedreht hat. Am west-östlichen Tor besteht die Möglichkeit zu einem Picknick. Bitte an wetterangemessene Kleidung, festes Schuhwerk und Rucksackverpflegung denken.

Für die Teilnehmer der Wanderung besteht freier Eintritt im Grenzlandmuseum Eichsfeld. Außerdem gibt es die Möglichkeit zum Besuch der Vortragsveranstaltung "Vom Todesstreifen zur Lebenslinie - Zentraleuropa" über die Situation an der tschechisch-österreichischen Grenze. Beginn ist 16:00 Uhr im Grenzlandmuseum.

Treffpunkt: 11:00 Uhr auf dem Besucherparkplatz des Natur-Erlebniszentrums Gut Herbigshagen. Ein kostenloser Rücktransfer vom Grenzlandmuseum zum Ausgangspunkt wird organisiert und bei Anmeldung gewährleistet.

Kosten: 6,00 € Erwachsene | 4,00 € Kinder bis 12 Jahre

Information und Anmeldung: Tel. 05527 914-215, seminare(at)sielmann-stiftung.de

26.05.2019: Doppelvortrag
"Das Grenzregime der Tschechoslowakei"
+ "Die Nationalparks Thayatal/Podyji"

Das Grenzlandmuseum Eichsfeld erinnert mit der interdisziplinären Veranstaltungsreihe „Vom Todesstreifen zur Lebenslinie“ an den Fall des „Eisernen Vorhangs“ vor 30 Jahren und dessen Entwicklung zum Europäischen Grünen Band. Der zweite Teil der interdisziplinären Vortragsreihe informiert über die Entwicklung des ehemaligen Grenzstreifens am Beispiel Tschechiens.

"Das Grenzregime der Tschechoslowakei"
(Pavel Vaněk, Archiv der Sicherheitskräfte in Brno)

Der Vortrag beleuchtet die Besonderheiten des tschechoslowakischen Grenzregimes und Grenzgebietes sowie die technischen Charakteristika der Grenzanlagen. Für viele Experten war diese „verlängerte Mauer“ an den westlichen Außengrenzen der ČSSR noch opferreicher als die innerdeutsche Grenze.

"Die Nationalparks Thayatal/Podyji"
(Christian Übl, Direktor des Nationalparks Thayatal)

Auf 25 km Länge ist der Fluss Thaya die Grenze zwischen Österreich und Tschechien. Gleichzeitig ist sie eine Klimagrenze zwischen atlantischem und pannonischem Klima. So hat sich dort eine enorme Artenvielfalt entwickelt, die von den beiden Nationalparks in grenzübergreifender Zusammenarbeit geschützt und bewahrt wird.

Die Veranstaltung wird gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Sie beginnt um 16:00 Uhr in der Bildungsstätte am Grenzlandmuseum. Der Eintritt ist frei.

11.04.2019: „Mythos Schwedt– DDR-Militärstrafvollzug und NVA-Disziplinareinheit aus dem Blick der Staatssicherheit“

Vortrag von Arno Polzin (BStU Berlin) 

Der „Armeeknast“ Schwedt war durch die Kombination von Freiheitsentzug mit Schicht-arbeit, militärischer Ausbildung und politischer Schulung für nahezu jeden männlichen wehrpflichtigen DDR-Bürger ein negativ besetzter Begriff. Der Frage, inwieweit ein „Mythos Schwedt“ entstehen konnte, geht Arno Polzin in sei-nem jüngst erschienenen Werk nach. 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (Außenstelle Erfurt). Sie beginnt um 19 Uhr in der Bildungsstätte am Grenzlandmuseum. Der Eintritt ist frei.


19.03.2019: "Nestwärme - Was wir von Vögeln lernen können"

Buchvorstellung von Ernst Paul Dörfler

Ein Leben mit der Sonne statt nach der Uhr, faire partnerschaftliche Beziehungen, Ge-waltverzicht und klimaneutrale Mobilität – was können wir von Vögeln lernen?

Der vielfach ausgezeichnete Naturschützer und Kultautor der ostdeutschen Umweltbewegung Ernst Paul Dörfler hat ein überraschendes Buch über das Sozialverhalten unserer gefiederten Nachbarn geschrieben, die oft friedvoller und achtsamer miteinander umgehen als wir Menschen.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen. Beginn ist um 19:00 Uhr in der Bildungsstätte am Grenzlandmuseum. Der Eintritt ist frei.


07.03.2019: "Die Treuhand - Idee, Praxis, Erfahrung"

Das Grenzlandmuseum Eichsfeld lädt zum Vortrag von Dr. Marcus Böick, Ruhr-Universität Bochum. Der Historiker stellt sein Buch „Die Treuhand: Idee - Praxis - Erfahrung 1990 bis 1994“ vor, das 2018 im Göttinger Wallstein Verlag erschienen ist.

Die Treuhandanstalt führte als »größtes Unternehmen der Welt« einen Vermögensumbau von bisher unbekanntem Ausmaß durch. Jenseits zeitgenössischer Bewertungen als alternativlosem »Erfolg« oder neoliberaler »Abwicklung« analysiert Dr. Marcus Böick mit dieser „glänzend komponierten und akribisch recherchierten Erinnerungsgeschichte“ (FAZ) den widersprüchlichen Auftrag des Wirtschaftsumbaus.

Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr in der Bildungsstätte am Grenzlandmuseum. Der Eintritt ist frei.


28.02.2019: Doppelvortrag
"Fluchten über Bulgarien" + "Das Hügelland von Sakar"

Das Grenzlandmuseum Eichsfeld erinnert mit der interdisziplinären Veranstaltungsreihe „Vom Todesstreifen zur Lebenslinie“ an den Fall des „Eisernen Vorhangs“ vor 30 Jahren und dessen Entwicklung zum Europäischen Grünen Band. Die 12.500 km lange Vortragsreise durch Europa beginnt im Süden und stellt den Abschnitt Balkan mit zwei Fachvorträgen vor.

"Fluchten über Bulgarien"

Fluchten in den Westen war nicht nur eine innerdeutsche Angelegenheit, sondern ein nahezu gesamteuropäisches Phänomen. Insbesondere nach dem Bau der Berliner Mauer wagten auch viele DDR-Bürger die Flucht über Drittländer wie die Tschechoslowakei, Ungarn und Bulgarien. Einige von ihnen bezahlten ihren Freiheitsdrang mit dem Leben. Der Autor stellt das bulgarische Grenzsicherungssystem vor, beschreibt die Zusammenarbeit der bulgarischen Staatssicherheit mit dem MfS und erzählt die Geschichten von in Bulgarien getöteten DDR-Flüchtlingen.

"Das Hügelland von Sakar"

Direkt an der türkisch-bulgarischen Grenze entstand im Schatten des Eisernen Vorhangs eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft. Für Greifvögel ist sie sowohl wichtiges Brutgebiet als auch wertvolle Raststation auf dem Zugweg: Das üppige Beuteangebot dieser steppenartigen Landschaft nutzen Schreiadler, Schwarzmilan und Sakerfalke. Es macht das Hügelland von Sakar europaweit zu einem der letzten und wichtigsten Rückzugsräume für den Kaiseradler.

Die Veranstaltung wird gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Sie beginnt um 18:00 Uhr in der Bildungsstätte am Grenzlandmuseum. Der Eintritt ist frei.


06.12.2018: „Alternative zum Kapitalismus? Möglichkeiten und Grenzen der realsozialistischen Wirtschaft“

Die Möglichkeiten und Grenzen der realsozialistischen Wirtschaft werden im Vortrag von Prof. Werner Plumpe von der Universität Frankfurt am Main beleuchtet. Es geht um die Frage, ob im Untergang des Weltkommunismus das Scheitern der jeweiligen Regierungen sichtbar wird, oder ob nicht das sozialistische Experiment Ausdruck eines grundlegend falschen Verständnisses der modernen Wirtschaft war.

Die Veranstaltung beginnt um 18:00 Uhr in der Bildungsstätte am Grenzlandmuseum und findet statt in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen. Der Eintritt ist frei.