Veranstaltungen 2019 - 1. Halbjahr

Alle Veranstaltungen des ersten Halbjahres 2019 finden Sie hier kompakt zum Herunterladen.


28.02.2019: Doppelvortrag
"Fluchten über Bulgarien" + "Das Hügelland von Sakar"

Das Grenzlandmuseum Eichsfeld erinnert mit der interdisziplinären Veranstaltungsreihe „Vom Todesstreifen zur Lebenslinie“ an den Fall des „Eisernen Vorhangs“ vor 30 Jahren und dessen Entwicklung zum Europäischen Grünen Band. Die 12.500 km lange Vortragsreise durch Europa beginnt im Süden und stellt den Abschnitt Balkan mit zwei Fachvorträgen vor.

"Fluchten über Bulgarien"

Fluchten in den Westen war nicht nur eine innerdeutsche Angelegenheit, sondern ein nahezu gesamteuropäisches Phänomen. Insbesondere nach dem Bau der Berliner Mauer wagten auch viele DDR-Bürger die Flucht über Drittländer wie die Tschechoslowakei, Ungarn und Bulgarien. Einige von ihnen bezahlten ihren Freiheitsdrang mit dem Leben. Der Autor stellt das bulgarische Grenzsicherungssystem vor, beschreibt die Zusammenarbeit der bulgarischen Staatssicherheit mit dem MfS und erzählt die Geschichten von in Bulgarien getöteten DDR-Flüchtlingen.

"Das Hügelland von Sakar"

Direkt an der türkisch-bulgarischen Grenze entstand im Schatten des Eisernen Vorhangs eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft. Für Greifvögel ist sie sowohl wichtiges Brutgebiet als auch wertvolle Raststation auf dem Zugweg: Das üppige Beuteangebot dieser steppenartigen Landschaft nutzen Schreiadler, Schwarzmilan und Sakerfalke. Es macht das Hügelland von Sakar europaweit zu einem der letzten und wichtigsten Rückzugsräume für den Kaiseradler.

Die Veranstaltung wird gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Sie beginnt um 18:00 Uhr in der Bildungsstätte am Grenzlandmuseum.

Der Eintritt ist frei.

07.03.2019: "Die Treuhand - Idee, Praxis, Erfahrung"

Das Grenzlandmuseum Eichsfeld lädt zum Vortrag von Dr. Marcus Böick, Ruhr-Universität Bochum. Der Historiker stellt sein Buch „Die Treuhand: Idee - Praxis - Erfahrung 1990 bis 1994“ vor, das 2018 im Göttinger Wallstein Verlag erschienen ist.

Die Treuhandanstalt führte als »größtes Unternehmen der Welt« einen Vermögensumbau von bisher unbekanntem Ausmaß durch. Jenseits zeitgenössischer Bewertungen als alternativlosem »Erfolg« oder neoliberaler »Abwicklung« analysiert Dr. Marcus Böick mit dieser „glänzend komponierten und akribisch recherchierten Erinnerungsgeschichte“ (FAZ) den widersprüchlichen Auftrag des Wirtschaftsumbaus.

Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr in der Bildungsstätte am Grenzlandmuseum.

Der Eintritt ist frei.