Veranstaltungen 2018 - 2. Halbjahr

Alle Veranstaltungen des zweiten Halbjahres 2018 finden Sie hier kompakt zum Herunterladen.


09.11.2018: Wanderung und musikalische Lesung

Mit einer Wanderung auf dem beleuchteten Grenzlandweg wird um 17:00 Uhr an die Grenzöffnung am 9. November 1989 erinnert: Dort wo der Eiserne Vorhang jahrzehntelang Europa und Deutschland teilte, soll an die Überwindung dieser Teilung erinnert und an den Einsatz für den Zusammenhalt des Kontinents, für Frieden, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie appelliert werden.

Im Anschluss lädt das Grenzlandmuseum Eichsfeld gemeinsam mit der Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro Thüringen, um 19:00 Uhr zu der musikalischen Lesung „Verborgene Wunden“ ein.

Der Arzt und Autor Dr. Karl-Heinz Bomberg stellt dabei ausgewählte Kapitel seines Buches "Verborgene Wunden: Spätfolgen politischer Traumatisierung in der DDR und ihre transgenerationale Weitergabe“ im Wechsel mit Liedern zur Gitarre, die vom Autor selbst komponiert und getextet wurden, vor. Darin wird eine umfassende Einordnung der Spätfolgen politischer Traumatisierung in der ehemaligen DDR vorgenommen. Erstmals werden auch die Auswirkungen politischer Verfolgung auf die Familie und die Nachkommen der Opfer in den Fokus der Betrachtung gerückt.

Dr. Karl-Heinz Bomberg ist praktizierender Arzt für psychosomatische Medizin in Berlin und befasst sich mit psychischen Traumafolgestörungen. Er wird der Frage nachgehen, was 28 Jahre nach der Deutschen Einheit von den Traumatisierungen bleibt. Dazu berichtet Karl-Heinz Bomberg auch über eigene Erfahrungen aus seiner Zeit vor, während und nach der Haft in einem DDR-Gefängnis.

Im Anschluss erwartet die Besucherinnen und Besucher ein kleiner Imbiss und die Möglichkeit zum Gespräch mit den Teilnehmenden der Veranstaltung. Der Eintritt ist frei.

15.11.2018: Eröffnung der Sonderausstellung "Verordnete Solidarität"

Die Ausstellung „Verordnete Solidarität – der Umgang mit ‚Fremden‘ in der DDR“ des Archivs Bürgerbewegung Leipzig e.V. beleuchtet Aspekte der von "oben" initiierten internationalen Solidarität und die verfehlte Asyl- und Ausländerpolitik der DDR. Die Folgen waren Fremdenangst, Rassismus und Antisemitismus in einigen Teilen der Bevölkerung.

Zur Eröffnung zeigt und kommentiert der Journalist Peter Wensierski unter dem Titel "... was nicht sein darf" unveröffentlichtes Filmmaterial zu rechter Subkultur in der DDR und in den frühen 1990er Jahren.

Die Veranstaltung beginnt um 18:00 Uhr in der Bildungsstätte am Grenzlandmuseum und findet statt in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen.

Der Eintritt ist frei.


06.12.2018: „Alternative zum Kapitalismus? Möglichkeiten und Grenzen der realsozialistischen Wirtschaft“

Die Möglichkeiten und Grenzen der realsozialistischen Wirtschaft werden im Vortrag von Prof. Werner Plumpe von der Universität Frankfurt am Main beleuchtet. Es geht um die Frage, ob im Untergang des Weltkommunismus das Scheitern der jeweiligen Regierungen sichtbar wird, oder ob nicht das sozialistische Experiment Ausdruck eines grundlegend falschen Verständnisses der modernen Wirtschaft war.

Die Veranstaltung beginnt um 18:00 Uhr in der Bildungsstätte am Grenzlandmuseum und findet statt in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen.

Der Eintritt ist frei.