Veranstaltungen 2019 - 1. Halbjahr

Alle Veranstaltungen des ersten Halbjahres 2019 finden Sie hier kompakt zum Herunterladen.


11.04.2019: „Wie kann ich meine Stasi-Akte einsehen?“

Bürgerberatungs- und Informationstag im Grenzlandmuseum Eichsfeld

Die Außenstelle Erfurt des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU) bietet die Möglichkeit sich rund um das Thema Akteneinsicht beraten zu lassen und einen Antrag zu stellen. Für interessierte Schulen und andere Bildungseinrichtungen liegen Publikationen bereit. Zudem gibt es ein Beratungsangebot für Betroffene des SED-Unrechts.

Der Beratungstag finden zwischen 14:00 und 19:00 Uhr im Museumsgebäude des Grenzlandmuseums statt.


11.04.2019: „Mythos Schwedt– DDR-Militärstrafvollzug und NVA-Disziplinareinheit aus dem Blick der Staatssicherheit“

Vortrag von Arno Polzin (BStU Berlin) 

Der „Armeeknast“ Schwedt war durch die Kombination von Freiheitsentzug mit Schicht-arbeit, militärischer Ausbildung und politischer Schulung für nahezu jeden männlichen wehrpflichtigen DDR-Bürger ein negativ besetzter Begriff. Der Frage, inwieweit ein „Mythos Schwedt“ entstehen konnte, geht Arno Polzin in sei-nem jüngst erschienenen Werk nach. 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (Außenstelle Erfurt). Sie beginnt um 19 Uhr in der Bildungsstätte am Grenzlandmuseum. Der Eintritt ist frei.



Vergangene Veranstaltungen:


19.03.2019: "Nestwärme - Was wir von Vögeln lernen können"

Buchvorstellung von Ernst Paul Dörfler

Ein Leben mit der Sonne statt nach der Uhr, faire partnerschaftliche Beziehungen, Ge-waltverzicht und klimaneutrale Mobilität – was können wir von Vögeln lernen?

Der vielfach ausgezeichnete Naturschützer und Kultautor der ostdeutschen Umweltbewegung Ernst Paul Dörfler hat ein überraschendes Buch über das Sozialverhalten unserer gefiederten Nachbarn geschrieben, die oft friedvoller und achtsamer miteinander umgehen als wir Menschen.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen. Beginn ist um 19:00 Uhr in der Bildungsstätte am Grenzlandmuseum. Der Eintritt ist frei.


07.03.2019: "Die Treuhand - Idee, Praxis, Erfahrung"

Das Grenzlandmuseum Eichsfeld lädt zum Vortrag von Dr. Marcus Böick, Ruhr-Universität Bochum. Der Historiker stellt sein Buch „Die Treuhand: Idee - Praxis - Erfahrung 1990 bis 1994“ vor, das 2018 im Göttinger Wallstein Verlag erschienen ist.

Die Treuhandanstalt führte als »größtes Unternehmen der Welt« einen Vermögensumbau von bisher unbekanntem Ausmaß durch. Jenseits zeitgenössischer Bewertungen als alternativlosem »Erfolg« oder neoliberaler »Abwicklung« analysiert Dr. Marcus Böick mit dieser „glänzend komponierten und akribisch recherchierten Erinnerungsgeschichte“ (FAZ) den widersprüchlichen Auftrag des Wirtschaftsumbaus.

Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr in der Bildungsstätte am Grenzlandmuseum. Der Eintritt ist frei.


28.02.2019: Doppelvortrag
"Fluchten über Bulgarien" + "Das Hügelland von Sakar"

Das Grenzlandmuseum Eichsfeld erinnert mit der interdisziplinären Veranstaltungsreihe „Vom Todesstreifen zur Lebenslinie“ an den Fall des „Eisernen Vorhangs“ vor 30 Jahren und dessen Entwicklung zum Europäischen Grünen Band. Die 12.500 km lange Vortragsreise durch Europa beginnt im Süden und stellt den Abschnitt Balkan mit zwei Fachvorträgen vor.

"Fluchten über Bulgarien"

Fluchten in den Westen war nicht nur eine innerdeutsche Angelegenheit, sondern ein nahezu gesamteuropäisches Phänomen. Insbesondere nach dem Bau der Berliner Mauer wagten auch viele DDR-Bürger die Flucht über Drittländer wie die Tschechoslowakei, Ungarn und Bulgarien. Einige von ihnen bezahlten ihren Freiheitsdrang mit dem Leben. Der Autor stellt das bulgarische Grenzsicherungssystem vor, beschreibt die Zusammenarbeit der bulgarischen Staatssicherheit mit dem MfS und erzählt die Geschichten von in Bulgarien getöteten DDR-Flüchtlingen.

"Das Hügelland von Sakar"

Direkt an der türkisch-bulgarischen Grenze entstand im Schatten des Eisernen Vorhangs eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft. Für Greifvögel ist sie sowohl wichtiges Brutgebiet als auch wertvolle Raststation auf dem Zugweg: Das üppige Beuteangebot dieser steppenartigen Landschaft nutzen Schreiadler, Schwarzmilan und Sakerfalke. Es macht das Hügelland von Sakar europaweit zu einem der letzten und wichtigsten Rückzugsräume für den Kaiseradler.

Die Veranstaltung wird gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Sie beginnt um 18:00 Uhr in der Bildungsstätte am Grenzlandmuseum. Der Eintritt ist frei.


06.12.2018: „Alternative zum Kapitalismus? Möglichkeiten und Grenzen der realsozialistischen Wirtschaft“

Die Möglichkeiten und Grenzen der realsozialistischen Wirtschaft werden im Vortrag von Prof. Werner Plumpe von der Universität Frankfurt am Main beleuchtet. Es geht um die Frage, ob im Untergang des Weltkommunismus das Scheitern der jeweiligen Regierungen sichtbar wird, oder ob nicht das sozialistische Experiment Ausdruck eines grundlegend falschen Verständnisses der modernen Wirtschaft war.

Die Veranstaltung beginnt um 18:00 Uhr in der Bildungsstätte am Grenzlandmuseum und findet statt in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen. Der Eintritt ist frei.